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Donnerstag, 16. September 2010

Fränkisches Schäufele

Viele Jahre lang wusste ich nichts davon! Ich hatte keine Ahnung, dass es "Schäufele" gibt!?

Nur durch meinen Aufenthalt in Franken habe ich´s mitbekommen. Erst dort habe ich´s kennen- und liebengelernt, und zwar dieses unvergleichlich schmackhafte Sonntagsbraten-Gericht aus dem Frankenland.

Es handelt sich hierbei um ein rustikales, deftig-kräftiges, sicher auch etwas zu fettes, aber über alle Maßen und umwerfend gut schmeckendes Schweinefleisch-Gericht, wobei man Schulterfleisch mit Knochen und Schwarte vom Schwein verarbeitet. Das Schäufele muss einige Stunden im Herd zusammen mit einigen Zutaten schmoren, damit es diesen köstlichen Geschmack bekommt und butterweich wird.

Dazu isst man in der Regel Kartoffelklöße und ggf. als Beilage Kraut in irgendeiner Form. Natürlich eignet sich als Gemüsebeilage auch etwas anderes.

Jedenfalls habe ich/haben wir es mitbekommen, dass man heute hier bei uns in der Lausitz bei "NORMA" "Schäufele" im Angebot haben wird. Wahnsinn! Natürlich haben wir uns das gekauft und es wird gerade eben zubereitet.
Ich bin ja schon gespannt, ich bin sehr darauf gespannt, ob auch wir diesen unvergleichlich und einzigartigen Geschmack hinbekommen werden!?

Es ist zwar eigentlich ein wahrer Sonntagsbraten, dieses Schäufele. Wir jedoch werden es uns inmitten der Woche so richtig gut schmecken lassen.

Und so wie im nachfolgenden Rezept beschrieben, so kann man es zubereiten:
Fränkisches Schäufele oder so: Fränkisches Schäufele.

P. S.: Ich habe es gerade bemerkt, dass man "Schäufele-Gerichte" wohl auch noch in anderen Gebieten Deutschlands zu kennen scheint. Das wusste ich tatsächlich ebenfalls noch nicht.

Und noch etwas möchte ich im Nachsatz hier festhalten:
Bei allem Wenn und Aber, bei allen Erfahrungen, die vor allem die Ostdeutschen durch/nach der Wende machen mussten, ich finde es gut, dass Deutschland nun schon 20 lange Jahre ein Land ist.
Ich finde es gut, dass man innerhalb des deutschen Landes hinfahren kann, wohin man es möchte.
Es ist spannend; es ist interessant! Ja, und auch so etwas wie landesspezifische Koch-Gerichte, kann eine positive Bereicherung des Daseins überhaupt darstellen.

Kommentare:

Nadja Norden hat gesagt…

Liebe Heinka,
Auch wenn ich selbst schon seit vielen Jahre kein Schweinefleisch mehr esse, gefällt mir Dein Bericht sehr gut. Bist wohl eine Küchenfee? Was halst Du von Königsberger Klopse? Gab’s bei uns oft als Kantinenessen.
Witz: Hatte mal einen Neuerervorschlag: dieses Gericht um zu benennen in „Kaliningrader Klops“, aber das hat sich nicht durchgesetzt!
Nochmals Dank für Deine Zuschrift über die Sprembergerstraße. So mag ich es sehr!
Herzliche Grüße aus dem verregneten Flandern nach Cottbus, und guten Appetit wünscht
Deine Nadja

Margitta Lamers hat gesagt…

Hallo Heinka,

mmm lecker, lecker, lecker, kann ich vorbeikommen? :D
Wenn wir in meine Heimat (Oberpfalz) fahren, kommen wir auch nicht daran vorbei Schäufele zu genießen. Ich wünsche Euch guten Appetit.

liebe Grüße
Margitta

heinka hat gesagt…

Liebe Nadja,

vielen Dank für Deinen Kommentar!

Nein, ich bin keine "Küchenfee"! Bei uns ist es so, dass mein Mann relativ häufig und sehr gut kocht. Sehr Vieles bringe aber auch ich "zustande"! *lol*

Das, was Du betreffs der "Königsberger Klopse" schreibst, finde ich wirklich lustig. Übrigens sind "Königsberger Klopse" eines der Lieblingsgerichte meines Mannes. Im Laufe der Jahre habe auch ich mich an diese Klopse gewöhnt; sie sind jedoch nicht meine Leib- und Magenspeise. *lol*

Viele Grüße, heinka

heinka hat gesagt…

Hallo Margitta,

vielen Dank für Deine netten Worte!

Ja, Du kannst gerne vorbeikommen! *lol* Diese Schäufele, sie waren supergut gelungen und haben ausgezeichnet geschmeckt!

Wir hatten, da es hier solch eine Rarität darstellt - manche wissen es hier noch gar nicht, was man damit für ein schmackhaftes Essen zubereiten kann - gleich zwei Schäufele-Packungen eingekauft. Es reicht also für noch eine zweite Mahlzeit, auf die wir uns schon freuen. *lol*

Viele Grüße, heinka

Margitta Lamers hat gesagt…

Hallo Heinka,

gibt es bei Euch keinen Metzger üm die Ecke?
Hast mich übrigens dazu animiert, morgen bei meinem Bauern (er züchtet selbst Schwein) das Fleich besorgen. Dank der Rezepte die Du veröfftenlicht hast, werde ich es auch mal wagen. Mein Mann wird sich freuen.
Also herzlichen Dank für diesen Eintrag.

Liebe Grüße aus Moers am Niederrhein (wäre etwas weit mal so eben vorbeizukommen)
Margitta

heinka hat gesagt…

Hallo Margitta,

doch, doch, wir haben hier auch Fleischer (so nennt man bei uns einen Metzger), wenn auch nicht gleich "um die Ecke". *lol*

Aber, man kennt "Schäufele" hier in der Lausitz nicht. Es gibt dieses Gericht "Schäufele" hier nicht. (Zumindest war´s bisher immer so. Es ist aber möglich, dass es sich früher oder später auch mal hier im "Osten" etabliert!?) *lol*

Es freut mich, wenn ich Dich mit meinem Beitrag dazu animiert habe, es auch mal zuzubereiten!
Ich wünsche gutes Gelingen und natürlich guten Appetit!

Viele Grüße, heinka

Margitta Lamers hat gesagt…

Okay, als Schäufele kann ich es hier auch nicht kaufen, aber "Schweinebraten aus der Schulter mit Knochen und Schwarte" müsste es doch auch bei eurem Fleischer geben.
Ich hoffe Du nimmst mir das nicht übel, aber bei Fleisch bin ich besonders kritisch. Ich mag keine gequälten Tiere auf meinem Teller.

Liebe Grüße
Margitta

heinka hat gesagt…

Hallo Margitta,

vielleicht hast Du Recht! Ich werde es mit genau dieser Umschreibung einfach mal versuchen...

Viele Grüße

Georg hat gesagt…

Heinka,

noch besser als das fränkische Schäufele ist das badische Schäufele. Dieses ist geräuchert und gepökelt und wird in Südbaden traditionell an Heiligabend gegessen. Natürlich nicht Klößen (kennt man dort nicht), sondern Kartoffelsalat, aber ohne Majonnaise. Manche Supermarktketten haben das badische Schäufele aber auch ganzjährig im Sortiment. Man kann es an der roten Farbe erkennen, ähnlich wie Kassler, schmeckt aber besser.

Helga Kallisch hat gesagt…

Hallo Georg,

vielen DANK für Deinen Kommentar!

Es sind sehr interessante Informationen für mich, was Du darin schreibst!

Man kennt bei Euch keine Klöße!? --> Ist ja "grausam", denn ich liebe Klöße - zumindest so hin und wieder mal.

Und der Kartoffelsalat wird ohne Mayonnaise zubereitet!? Womit mischt man denn dann diese Kartoffeln bei Euch!? Das würde mich schon interessieren!

LG, heinka